Home


Reiselieder

So und weils so schön war und ich grad heraus gefunden habe, wie man ein Lied ganz einfach hier einfügen kann, kommen jetzt zu allerletzt auch noch sämtliche Songs, die mich so auf der Reise begleitet haben und die dort entstanden sind.

Zuerst ein Lied, was zum einen aus einer trotzigen Stimmung der Heimat gegenüber entstanden ist, als ich nur immer weiter fort wollte und auf der anderen Seite aber auch schon die Sehnsucht und das Heimweh spürte, was mich auch stetig begleitet hat.

Diese Lieder sind auf der Straße entstanden, ich habe sie allen Menschen vorgesungen, die ich traf und die mich ein Stück des Weges begleiteten. Diese Lieder sind für sie, für die verrückten und wunderbaren Menschen auf dem Weg!

Und nun das Vorwort ganz zum Schluss

Ich…

Was soll ich sagen – habe mich irgendwie in das erwachsene Alter vorgekämpft ohne es wirklich realisiert zu haben. Immer auf der Suche nach Abenteuern war der Gang über Leichen manchmal unumgänglich. Doch meistens siegte das Gute in mir, mit anderen Worten, die Liebe zu meinen Mitmenschen.

Meine Zeit als Bübchen begann am 19. März im Jahre 1988, in einer nicht all zu unbekannten Stadt irgendwo im Norden Deutschlands. Upwassen uppn ollen Hoff in Plattengülle. Doa hebb ick ouk miene Kindheet un Pubertät vertüddelt.

Dann, mit sechzehn, hab ich den Rappel bekommen, hochansteckend muss ich sagen und es hat mich von Zuhause fortgetrieben. In den Schulferien bereiste ich Europa, den Alltag der Schulzeit verbrachte ich bei Freunden – später dann bei meiner Freundin; jene leidenschaftliche Beziehung machte mich zum Mann, jedenfalls dachte ich das damals.

Doch ich war noch nicht weit gekommen in der Welt. Fort zog es mich. Immer weiter fort von Zuhause, zur großen Sorge meiner Großmutter. Doch ich landete am See. An dem See! Umsäumt von Bergen, sanften Hügeln und bürgerlichen kleinen Touri-Städtchen.

Vier Jahre dauerte meine Lehrzeit, in der ich erkannte, wie schwierig es ist, soziales Miteinander zu leben und wie schwierig es ist, treu zu sein. Ich kam an den Rand des Abgrunds meiner Selbst. Im Zweifel zwischen Gut und Böse fand ich jedoch immer wieder gerade so auf den Pfad der Tugend zurück und befreite mich viel zu oft aus den Klammergriffen des Teufels!

Nun steh ich also vor einem neuen Weg, einer neuen Etappe dieses undurchsichtigen Lebens und Handelns eines jungen Herrn Schürmanns. Eine neue Etappe, deren Verlauf ich nur schwerlich in dem trüben Nebel meiner Zukunft, vor mir, zu erkennen vermag. Möchte ihn vielleicht gar nicht erkennen; nur vertrauen möchte ich, dem Gott der mir vertraut, und dem Menschen, mir selbst…

Around The World…

Schon vor vielen Jahren, es mögen um die zehn sein,entzündete sich in meinem Innern ein Funken. Dieser Funken entzündete sich irgendwo zwischen der norddeutschen Tiefebene und der masurischen Seenplatte im Nordosten Polens. Es war der Funken, der sich im Laufe der nächsten Jahre von glimmendem Fernweh zu glühendem, ja loderndem Reisefieber emporschwang.

Nach und nach ließ ich keine Chance aus, meinen Fuß auf unbekanntes Terrain zu setzen. Zuerst mit Freunden, dann auch gerne allein ließ ich immer öfter Mutters Heim hinter mir.

In dieser Zeit, ich kann nicht genau sagen, ob es in einem bestimmten Moment geschah, aufgrund eines Erlebnisses, eines Traumes, einer Begegnung, begann sich eine Idee tief in meinem Innern zu manifestieren. Eine Sehnsucht, die mich auf meinem Weg ins Erwachsenenalter immer wieder ruhelos und suchend durch’s Leben taumeln ließ. Vorbei an Menschen, die sich das ein oder andere Mal wohl gefragt haben mochten: “Was will dieser junge Mensch eigentlich?”

Dankbar bin ich, dass mir oft dieser Spiegel gegenübergestellt wurde, sodass ich bald erkannte, was für einen Charakter dieser Funken in meinem Innern hatte, der inzwischen zu einem mittelgroßen Feuer herangewachsen ist.

Reisen will ich, durch die Welt…

Vielleicht zum Mond, vielleicht auch nicht…

Nur die Erde sehen will ich…

Und den Menschen, den sie hält…

The End

Hey ihr supergeilen „Blogfolower“!!! Es war mir eine Ehre euch an dem ultimativstem Trip der Superlative teilhaben zu lassen.

See you later… 😉

ALLE ARTIKEL SIND NUN AUCH IN IHREN EINZELNEN kATEGORIEN ZU FINDEN!!!

Essay über die „Dekadenz meiner Reise

Ich steige in ein Flugzeug und es bringt mich über´n Teich, steige in ein Flugzeug und es bringt mich, wohin auch immer ich will. Vorbei an Ländern, in denen Menschen hungern, vorbei an Ländern, in denen sich Menschen bekriegen, vorbei an Ländern mit einer anderen Religion, vorbei an Ländern, vor denen ich Angst habe, warum auch immer. Ich nehme einen Bus, weil meine Zeit mich drängt, weil die Einfachheit mich drängt und weil wieder die Angst mich drängt, vor dem was kommt, vor dem was käme, vor dem was ich mir ausmale. So reise ich alleine um die Welt, immer auf der Hut und somit manchmal vorbei an der Realität, am Leben, vorbei an mir selber. Doch zu hart möchte ich nicht ins Gericht gehen mit mir. Möchte mir nur bewusst sein, dass mit mehr Vertrauen, mit mehr Mut reisen viel lebensnaher, menschennaher sein könnte. Das habe ich aus meiner „dekadenten“ Art zu reisen gelernt.

Nun schließen sich zehn Monate des „on the road“ und „in the air“ Seins. Ich habe ein Leben geführt, wie ich es über so einen langen Zeitraum vielleicht nicht noch einmal führen werde. Ich habe verdammt gut gelebt und nach so einer langen Zeit wird es mich wohl auch verändert haben, obwohl ich noch nicht sagen könnte, in welcher Hinsicht. Werde dies wohl merken, sobald ich mich in alte Strukturen zurückbegebe. Wird vielleicht das ein oder andere Mal schmerzhaft sein. Dort, wo ich auf meinem Lebensweg weiter nach vorne schreite, wird es mir kraftvoll das Rückrad stärken.

Ich hätte nicht viel länger fortbleiben können, das muss ich mir selber eingestehen. Dazu liebe und vermisse ich zu viele Menschen in der Heimat. Ob ich tatsächlich satt bin? Ob mein Reisedurst gestillt ist? Wer weiß das schon, vielleicht zieht es mich nach wenigen Wochen oder Monaten schon wieder fort.

Ein älter Mann irgendwo auf den Straßen dieser Welt meinte eines Tages zu mir, bei so großen Reisen werde ich wohl im Alter ein sehr sesshafter Mensch werden.

Adieu…

Ich bin wieder da!

Meine Reise… sie ging nun zu Ende… so kurz und schmerzvoll wie sie begann…

Konnte nicht fassen… konnt nicht erleben, den allzu schnellen Übergang.

Die Tage waren zerronnen und gezählt alle Stunden

Und was mir dann blieb waren Erinnerungen…

Erinnerungen an unzählige Menschen, an Glück und an Tränen des Glücks…

An verschiedenste Länder.

An Demut…

An unvorstellbare Augenblicke, in denen ich niederkniete

vor Allem

vor Gott, vor der Schönheit und vor dem ganzen, verrückten Universum.

Es trug mich auf seinen mächtigen Schwingen aus Freiheit, aus Liebe und lauter Geborgenheit.

Ich seh, schon schweife ich wieder und tauche und schwimm in Erinnerung. Doch heut hock ich hier, in der Heimat und blicke zurück und nach vorn,

Voller Glück, voller Ruhe, voller Mut, voller Liebe, denn ich hab sie gesehen, die Erde, die Menschen, den Frieden, die Inseln, die Meere, die Wale, Vulkane und Monde, Herzen und Tränen, Palmen und Brüste, Brücken und Tänze, Feuer und Flüsse, Gletscher und Blumen, Vögel so bunte, Löwen, Delphine, Häuser und Hütten, Highways und Burger, Götter und Kinder, Sehnsucht und Briefe, zerlaufene Sohlen, heulende Wölfe und rote Kirschen, Flieger gen Himmel und wieder zur Erde, einmal herum um den Globus, so war es.

Heute, da denk ich, wohin ist die Zeit, wohin ist der Traum? Zu Ende geträumt? Den Traum aus den Tagen, in denen ich sehnte, nach der Ferne mich sehnte wie der kleine Matrose.

Zurück an das Land, das Land meiner Väter hat mein Schiff mich gefahren, mit Wind und mit Wogen hat es mich lange und duldsam vom einen bis zu dem anderen Ende der Welt getragen. Manch Mast ging zu Bruch, manch Segel zerriss, manch Ruder zerbarst, manch Matrose ersoff. Doch ich durfte verweilen, wurde behütet, durfte erleben und meinen Rucksack füllen. Ich durfte zuletzt nach hause bringen, einen riesigen Schatz von unschätzbarem Wert.

Nun vergehen die Tage, meine Reise verschwindet – im Nebel der Erinnerung.

Schon frag ich mich manchmal, ob ich nur geträumt…

Ob all die Monde nur ein Traum, ein so wunderbarer und herrlicher war.

Doch das Leben ist anders, es hat sich verändert, die Heimat fühlt sich so anders jetzt an. Meine alten Freunde, Familie und Lieben, sie alle sind anders in meinen Augen geworden.

Ich selber bin Ruhe, fast tiefen-entspannt und das Leben kann kommen, ich werd´s nun ertragen.

Land des freien Wanderns – Georgien

Oh du wunderschöner Kaukasus, wiedereinmal habe ich mich in dich verliebt. So unbeschreiblich grün sind deine Berghänge, Wiesen und Wälder, erfrischend deine Bäche, sonnenverwöhnt deine Obstgärten, erhaben deine schneebedeckten Gipfel, steil deine Pässe und einzigartig gastfreundlich deine Menschen. In demütiger Armut haben sie ihre Höfe und Dörfer in deinen Tälern am Fuße deiner Berge. Du bist der Kaukasus, Gebirge der Schönheit und der geheimnisvollen Mythen. Wiedereinmal habe ich mein Herz an deinen Berghängen verloren, als meine Seele über deine Wunder dahin schwebte, getragen durch deine anmutigen Wunder. Bist mir heilig mein Kaukasus, habe dein göttliches Licht in deinen Quellen, deinen Kirchen, deinen Menschen, deiner Seele gefunden und es hat mich glücklich gemacht. Unter deinem Sternenhimmel einzuschlafen, Schakale und Wölfe heulen zu hören, am andern Morgen von deinen Sonnenstrahlen geweckt zu werden und auf Kuhpfaden den Weg zurück ins Tal zu finden ist für mich ein einmaliges, einzigartiges Erlebnis.

Um meine malerischen und durchaus hochtrabende Worte zu verstehen bedarf es durchaus einer kleinen Erzählung. Einer Erzählung, die von einer kleinen Reise handelt. Einer Reise in die Berge jenes Gebirges, an den Fuß mancher Höhen, einer Reise eines winzig kleinen, unbedeutenden Menschen in, durch die Geschichte und durch göttliche Gnade gesegneten Berge des Kaukasus.

Mit einer kleinen Gruppe wanderlustiger Zeitgenossen machte ich mich von der großen Stadt Tbilisi, die an den Ufern des Mtkwari (ein sehr vokalarmer Name wie ich finde) liegt, aus auf gen Norden. Über die große alte Heerstraße wollten wir, einem Flusslauf und Stauseen folgend, eine alte Kirche in einem kleinen Dörfchen mit Namen Ananuri aufsuchen und in den Bergen dieses Ortes ein wenig wandern gehen. In der Hitze der Stadt, die sengende Sonne brannte auf lebhafte Menschen und Bazare nieder, sammelte sich die junge Schar. Mit einem Rucksack auf dem Rücken, frischem Gemüse, Käse und Brot vom Bazar machten wir uns auf die Suche nach einer Marschrutka, die uns in Richtung Passanauri, was auf dem Weg nach dem alten Kasbeki (Sankt Stephan) kurz vor der russischen Grenze liegt. Diese ist derzeit aufgrund diplomatischer Konflikte bis auf Weiteres gesperrt. Doch das sollte uns nicht hindern. Wir fanden eine Marschrutka, so nennt man die hiesigen Kleinbusse, welche auf den großen Straßen hin und her fahren und Menschen von einem Ort zu anderen bringen. Der Name wurde allerdings der deutschen Sprache entlehnt und bedeutet eigentlich Marschroute. Es bezeichnet also jenes Gefährt, welches auf den großen Haupt- und Heerstraßen hin und her fährt.

Jene Marschrutkas sind immer und überall symptomatisch überfüllt, es ist gefühlte 50°C in ihrem Inneren und Sauerstoff ist quasi ein Fremdwort jener Fortbewegungsmittel. Wir wagten uns trotzdem hinein und durften auch gleich auf der für drei schlanke Personen konzipierten Rückbank zu viert und mit all unserem Gepäck platz nehmen. Nun ist es ja nicht so, dass bei völligem Ausreizen der Sitzplätze keine weiteren Fahrgäste mehr an Bord gelassen werden. Nein, es stehen noch Höckerchen zwischen den Sitzen herum und der ein oder andere ist auch schon mal im Stehen, d.h. in gebückter Haltung seine hundert Kilometer vorwärts gekommen. Demnach war ich ganz froh, dass ich saß und schlief bei diesen sauerstoffarmen Luftverhältnissen auch sofort ein. Somit blieb mir die Schönheit der ersten hundert Kilometer verwehrt, doch als ich meine Augen endlich wieder aufschlug waren wir schon mitten in den Bergen angelangt. Stauseen oder Flüsse begleiteten uns auf dem Weg immer weiter hinein ins Gebirge. Esel, Kühe, Schweine und so manch anderes Getier nutzte die Straße auf ebenso selbstverständliche Weise und ließ sich auch nicht von den wilden und vorbei bretternden Georgiern abschrecken. Irgendwann ließen wir uns irgendwo zwischen zwei weit auseinander liegenden Dörfern rausschmeißen, an einsamer Straße, nur den Fluss als Gefährten und die Berge um uns herum. Irgendwo weiter oben auf einer Anhöhe machten wir ein kleines Türmchen aus, was uns dazu veranlasste dort hinauf wandern zu wollen. Dort mussten bestimmt Menschen wohnen und wo Menschen waren, gab es auch immer Obstbäume. In der Hoffnung, auf prall gefüllte Kirschbäume zu treffen machten wir uns auf den Weg den Berg hinauf. Wir gingen über Kuhpfade an kleinen Höfchen vorbei, hin und wieder einen alten Georgier mit einer Sense auf dem Rücken antreffend oder einen Jungen auf einem Esel, welche uns nur verwirrt nachschauten. Auf der Anhöhe angelangt fanden wir einen ganz kleinen Bergfriedhof an, zudem auch das Türmchen gehörte. Es waren zwar auch ein, zwei Höfe hier oben, doch leider keine Kirschbäume. Die Wiese auf der Anhöhe war allerdings wunderschön. Wir konnten einen Ausblick über das ganze Tal, das Dorf, den Fluss, die Heerstraße, die Berge und die schneebedeckten Gipfel in der Ferne genießen. Dies war der perfekte Platz für ein Lager mit Feuer und Abendessen. Wir hatten Fladenbrot, Käse, Tomaten und Gurken dabei, schlugen unsere Zelte auf und ließen die Abenddämmerung seelenruhig über uns herein brechen. Die Wolken zogen vorüber und offenbarten einen prachtvollen Sternenhimmel und einen vollen Mond, der uns beim Spiel am Feuer Licht spendete. In der Ferne heulten ihn Wölfe an, begleitet von den sonderbaren Geräuschen der Schakale aus einer anderen Richtung… kaukasische Wildnis, Ruhe, gemeinsam in dieser wundervollen Einsamkeit. Irgendwann schlummerten wir mit dem Bild des Sternenhimmels in unseren Herzen und dem Heulen der Wölfe in den Bergen selig in unseren Zelten.

Der andere Morgen brachte Sonnenschein und frische Wanderlust. Das Essen reichte gerade noch für ein kleines Frühstück und unsere Wasserflaschen würden wir auf dem Weg an einer frischen Quelle auffüllen können. Wir folgten weiter den Pfaden der Kühe; von Wanderwegen, geschweige denn Wegmarkierungen war diese Welt noch weit entfernt. Frei, wie es einem in den Sinn kam, konnte man seinen Wanderstock setzen und dieses wunderbare Land durchziehen. Ich nenne es… Land des freien Wanderns… über Almen, durch dichte Laubwälder, immer wieder auf ein paar Kühe stoßend, steile Flussläufe hinabkletternd ging es zurück ins Tal zu einer alten Klosterkirche, in die ich liebend gerne meinen Fuß setzte um ein paar dankbare, besinnliche Gedanken und Worte in meiner Seele aufleben zu lassen. In diesen uralten orthodoxen Kirchen riecht es um die Pfingstenzeit wunderbar nach Heu, da die Menschen Gräser und Zweige mit in die Kirche bringen. Das ist eine wirklich beeindruckende und sehr schöne, heilige Athmosphäre. Mir kam der Gedanke, während ich im Heu, auf dem Boden der Kirche kniend betete, dass es so auch zu Jesu Geburt gerochen haben mochte und ich hatte den Eindruck, alle Kirchen sollten so wunderbar nach Heu duften – wie in einem Stall.

Wieder zurück am Sonnenlicht, denn in jenen Kirchen ist es auch immer recht dunkel, nur durch ein paar kleiner Fenster scheinen ein paar wenige Sonnenstrahlen hinein, legten wir uns in den Schatten eines Kirschbaumes und wollten etwas zu Mittag essen. Doch wir hatten nichts mehr. Also ging ich los ins nächste Dorf. Im ersten kleinen Laden hatten sie leider kein frisches Gemüse, also ging ich weiter. Über die Straße wurde eine riesengroße Schafherde getrieben, an der ich vorbei musste. Auf dem Weg durch das Dorf blieb ich noch an dem ein oder anderen Kirschbaum hängen um meinen Hut und meinen Magen mit Kirschen zu füllen. Endlich fand ich einen Laden mit Brot und frischen Gurken. Die Besitzer waren auch gerade am Mittag essen und gaben mir eine dicke Scheibe Wurst mit Brot und ein Stück Fladenbrot mit Käse und Spinat gefüllt mit auf den Weg. Außerdem gab es auch noch ein Gläschen Schnaps, was man durchaus auch als Glas bezeichnen konnte. Glücklicherweise konnte ich mich relativ schnell von diesen gastfreundlichen Menschen lösen und voll bepackt in den Schatten des Klosters unter unseren Kirschbaum zurückkehren. Ein wenig beduselt vom Schnaps, glücklich und zugleich ein wenig verwundert über so viel Gastfreundschaft lag ich mit den anderen nun im Schatten des Baumes und genoss mein Mittagsmahl. So konnte das Leben ewig weitergehen, dachte ich in jenem Augenblick und doch merkte ich, wie so langsam das Gefühl näher rückte, nach hause zurück zu kehren. Doch bis dahin waren noch ein paar Wochen Zeit, in denen ich dieses Land und seine Menschen prächtig genießen konnte. Und das tat ich auch!

Videoserie aus Südafrika

(Gewidmet: Leon Hellermann)

Mogggääään!

Ich möchte doch nochmal kurz einen kleinen Nachtrag meiner südafrikanischen Zeit hinzufügen, da durch jene bild- und tonhaften Zeugnisse nochmal ein ganz anderes Licht auf meine grandiose Zeit am Kap der guten Hoffnung bei meinem lieben Freund und Maggää Leon Hellermann geworfen wird.

Es war mir immer wieder eine Freude, auch kleinere Ausschnitte meiner Reise per Filmaufnahme festzuhalten, um sie meiner lieben Heimat mitteilen zu können. Anfangen möchte ich gleich mit dem 1. Viedeo. Dieses wurde aufgenommen am 28. März des Jahres 2012 in Johannesburg (Süd Afrika) und handelt von dem leidlichen Verlust meines Kapodasters:

Einige Zeit später jedoch, als ich schon länger in Kapstadt verweilte,überaschte mich mein Rucksack mal wieder aufs Köstlichste:

Ich hatte in diesem Land das Glück, einen alten Bekannten wieder zutreffen! Leon ist mir in jenen Tagen ans Herz gewachsen und ich vermiss ihn hier am Kaukasus wirklich sehr. Ich konnte ihm in meiner Zeit am Kap viel von meiner Lebensweisheit mitteilen und er konnte einiges lernen. Dafür ist er mir zwar zu großem Dank verpflichtet, doch da bin ich mal großzügig, näch… Gegen sein Alkoholproblem konnte ich jedoch nicht so viel unternehmen, er hat nämlich keins 😉 Auf der Gitarre hat er jedoch ein großes Mitteilungsbedürfnis und schwingt sich ununterbrochen zu literarischen, poetischen sowie musikalischen Glanzleistungen empor:

Ich durfte jenes Land auch aus dem Zug wahrnehmen, was mich widerum sehr bereicherte und ich konnte nicht an mich halten und würde auch euch gerne an diesem Erlebnis teilhaben lassen:

Babooons!!!

Die Affen sind los in diesem Land! Vor jenen Geschöpfen nehme man sich in Acht, sie können nämlich ganz schön arglistig und unentspannt werden. Davon kann auch unser kleiner Freiwilliger ein Liedel singen, was er GottseiDank hier nicht tut:

Joah, jenes Video bezeichne ich vielleicht als „OHNE WORTE-VIDEO“! Nur so viel, es wurde gedreht im Camphill Hermanus:

Zu den Elefanten zog es mich! Das ist ein fantastischer Blick auf eine riesengroße Herde, welche ich ausgiebig beobachten durfte:

Paulus verklemmt! man man man, das kann ich mir selber fast nicht anschauen, doch die Stimmung dort oben an den Klippen war etwas beängstigend. In jenem Moment habe ich festgestellt, dass ich unter dem Gegenteil von Platzangst leide, jedenfalls vermute ich das. Oder aber dieser Ort, dort oben an der Küste des Atlantischen Ozeans, war einfach beeindruckend:

Man war das geil! Weiß garnicht, ob ich davon geschrieben hatte. Ein wunderbarer, einsamer Bergsee ganz für mich allein! Ich habe es bei schönstem Sonnenschein sehr genossen:

Das war sie fürs Erste: Meine kleine Videoserie aus Südafrika. Fortsetzung folgt in Bälde und ich hoffe, es fühlt sich niemand angegriffen! Leon, das Buddha-Video musste einfach mit rein!

Kirschenzeit

Es ist Kirschenzeit in Saguramo, die Rosen blühen in vollem Duft, der Gemüsegarten sprießt so vor sich hin, dass man vor lauter Unkraut die Möhrchen nicht mehr findet, das Kleegras wächst und wächst, der Raps erfreut das Herz mit seiner gelben Pracht, der Ginster betört und benebelt die Sinne, besonders wenn ihn die Kinder ins Haus bringen, die Schafe gewöhnen sich an ihr Sommerkleid und der Esel schreit über den Hof – Frühlingsgefühle? Nein, dies tut er auch im Sommer und wahrscheinlich auch im Herbst. Im Winter vielleicht nicht, da seine Stimmbänder zu der Zeit eingefroren sind. Jaja, Herr Freitag. Der Esel aus Saguramo ist wohl der einzige Esel auf der Welt, der auf pädagogische Maßnahmen reagiert. Dies hat einem recht einseitigen Freiwilligen ein ganzes Jahr Arbeit gekostet – ob es was gebracht hat? Das habe ich mich die letzten Tage auch gefragt. Herr Freitag ist bockig wie eh und je, ich werde also die freiwillige Arbeit vielleicht etwas fortführen, eventuell weiterentwickeln und die ein oder andere heilpädagogische Maßnahme für unsern Herrn Freitag ersinnen. Vielleicht bringe ich ihn aber auch in ein Kloster, denn es könnte ja auch sein, dass er einfach nur seinen einseitig freiwilligen, etwas dunkelhäutigen Freund aus der französischen Schweiz oder aus den Bergen des Kaukasus vermisst und im Kloster könnte er sich dann völlig einem einseitigen Eselsleben hingeben.

Nun ja, während ich so darüber sinne, was denn wohl am besten für Herrn Freitag wäre, der gerade angepflockt auf seinem abgegrasten Stück Weide steht und mal wieder herzzerreißend iaaaat, sitze ich über ihm in einem Kirschbaum mit einer ganz roten Schnute und stopfe Kirschen in mich hinein. Der Kirschbaum neben dran ist schon ganz abgepflückt und auf diesem sind auch nicht mehr so viele. Stattdessen habe ich leichte Bauchschmerzen doch ich kann einfach nicht aufhören weiter zu essen. Die Kinder des Hofes streiten sich mal wieder, aus dieser Ecke also keine Neuigkeiten. Im Haus duftet es überall nach Rosen, da ein ganzes Bett voll Rosenblüten zum Trocknen belegt ist. Außerdem wurde eine Destillerie mit Rosen angesetzt um Rosenwasser zu machen. Wenn die Rosen durch sind wird dann endlich Schnaps gebrannt, der Höhepunkt dieses Tages, ich bin schon ganz aufgeregt wegen dem Methyl. Ich könnte dem Esel auch etwas von dem Methyl verabreichen, dann wird er blind und braucht sich das Elend dieser Welt nicht jeden Tag aufs neue zu geben.

Nun gut, um den Esel kümmere ich mich später, jetzt muss ich noch sensen, Unkraut jäten, nach den Kindern schauen, das Haus ausbauen, Georgien zu einem besseren Land machen, die Welt retten – ob ich das bis zum Abendessen schaffe? Der Esel schreit schon wieder und da sind immer noch Kirschen in meiner Reichweite. In der Ferne braut sich über den Bergen des Kaukasus schon wieder ein Gewitter zusammen. Wird es wohl vorbeiziehen oder wird mein Heu nass regnen? Heute Morgen hat man noch den schneebedeckten Kasbek in der Ferne sich über die anderen Bergen hervorhebend gesehen. Was für ein mächtiger Berg, vielleicht muss ich zu ihm, doch heute werde ich das wohl nicht mehr schaffen. Muss ja auch noch das Heu einholen. Als Bauer hat man an solchen wetterlaunigen Tagen nicht gut Kirschen essen. Besonders wenn man es wie ich nicht lassen kann. Kirschen machen süchtig habe ich soeben beschlossen. Ich glaube ich lege mich mit einem weiteren Kilo Kirschen ins Heu, genieße die letzten Sonnenstrahlen dieses wunderschönen georgischen Frühlingstages und schlafe nochmal ein bisschen. Habe hier seit meinem letzten Besuch vor zwei Jahren sowieso schon den Ruf als Dauerschläfer weg. Immer wenn hier Gäste vorbeikommen und sich erst mal ausschlafen werden sie mit den Worten beruhigt: Das macht gar nichts, hier kam mal einer vorbei, der schlief eine ganze Woche! Nun, ich werde meinen Ruf zu meinen Gunsten nutzen und mich ins Heu verkrümeln. Herr Freitag kann ja mitkommen, er steht nämlich auf Kirschkerne – und wer liegt schon gern allein im Heu.

Ach Georgien, so lieb ich dich: ein bisschen verschlafen und von der Nachmittagssonne verwöhnt, nie zu hektisch und immer gastfreundlich.

Georgischer Frühling

Kaukasische Riesenkirschen

Nach einer ausgiebigen Zeit am Kap der Guten Hoffnung, aufgenommen in den Schoß warmherziger Menschen und Freiwilligen, hinein geschmissen in die südafrikanische Welt aus Town-Ships, Biltong-Fleisch und Wildtier-Erlebnissen, versunken in dem lustigen Leben junger freiwilliger Menschen zog es min Jung wieder nach Norden, zurück in den Sommer, zurück ins heimatliche Europa, jedenfalls in seine verstecktesten Winkel kaukasischer Ländereien wo er nun zwischen Schwarzem und Kaspischen Meer seinen georgischen Frühling erlebt, Schafe scherend, Weiden sensend und Kinder sowie auch Esel und andere Pflanzen in georgischer Blüte geduldig und möglichst pädagogisch wertvoll beschäftigend.

Doch zwischen diesen beiden völlig verschiedenen Welten irdischer Hemisphären lag zuerst einmal eine nicht ganz unbedeutende und zudem nicht zu kurze, eher strapaziöse Flugreise, von der zu erzählen ich nicht unbedingt geneigt bin, doch der Vollständigkeit halber zu tun gedenke, denn sie hatte schon irgendwie ihren Reiz, sie war nämlich sehr sehr lang. Außerdem hatte sie die ein oder andere Überraschung für mich parat. Folgendes war nämlich am 24. Mai des Jahres 2012 nach Christi Geburt geschehen:

Stürmend, brausend, fliegend, jagend
fegte dahin gescheuchtes Gefährt.
Hatte es doch den einen zu bringen
und den andern, die andere auch.
Zeit war zerronnen
Menschen gekommen
oder auch nicht.
Tränen geflossen
Abschied begossen
mit Kaffee und sahniger Schicht.
Hatte dem einen die Nerven zerrissen
jenseits der Stunden da Stau auf den Straßen.
Vermutlich nicht immer doch heute sehr sicher
verließ denn ein Flieger
dies räudige Land.
Gen Norden,
gen Wüste,
gen Sommer,
gen Heimat.
Freunde blieben am anderen Ende
hatten ja auch schon genug mitgemacht.
Nun waren andere dran
ihn zu ertragen,
den einen, min Jung,
einen irrenden Mann.
Winkende Hände und jagende Stifte
aneinander gedrückte,
gequetschte Brüste
„Auf Wiedersehn!“ ächzend.
Dann stumme Rücken,
Lasten-Geschleppe,
Passportkontrolle
und rollende Treppe.
Min Jung war Sieger,
los nun hinein
in den riesigen Flieger
s´ist Boarding-Time!
Hoch in die Lüfte
du himmlischer Recke,
verlasse die Düfte
afrikanischer Städte.
Doch nein,
er stürzt nieder,
denn da war´n ja noch welche
Johannesbürger
und andere Strolche.
Doch endlich nach oben
in die Nacht geht es wieder,
über Länder und Wüsten,
in Arabien nieder.
Doch Sand war im Wege,
ich konnte nichts sehen
man ließ mich trotzdem
über Rolltreppen gehen,
blieb dennoch stehen.
Ein kleinerer Vogel
erhob in die Lüfte
nach Norden sich wendend,
mir schmerzte die Hüfte,
der Arsch und die Beine,
die Füß´ und der Rücken,
bald geh ich an Krücken.
An kaspischen Meeren
ließ er sich nieder
und immer noch war ich
nicht dort,
an dem Ort
den zu sehen ich sehnte.
Eine weitere Reise
aserbaidschanische Lüfte.
Doch endlich, doch endlich
ich sah und ich jauchzte,
die Wüsten sie schwanden.
Wald grün und grüner!
Frohlockend begann ich
das Fenster zu küssen,
denn mir fehlte ein Nachbar
weiblichen Geschlechts.
So liebkoste ich wilder
den riesigen Vogel,
der bald tiefer flog
über grünende Hügel
und mich brachte zur Erde
in meinen georgischen Frühling!

Abschiedstimmung

Gestern saß ich auf einem Felsen und schaute wieder einmal hinaus auf das Meer. Wie so oft in den letzten Tagen hatte es mich an diesen endlosen Strand gezogen. Stundenlang spazierte ich in den letzten Tagen zwischen Land und Meer dahin, fand mich dösend in den Dünen wieder oder eben nachdenklich auf einem Felsen sitzend, den Blick in die Ferne gerichtet. Am dritten Tag dieser Strand-Meditationen sammelten sich eines Tages hunderte Vögel vor mir über dem Wasser. Sie sammelten sich in großen Kreisen und bereiteten sich auf ihre lange Reise gen Norden vor. Da wurde ich aus meiner Nachdenklichkeit gerissen und es wurde mir langsam deutlich bewusst, dass es nun auch für mich langsam Zeit wurde wieder nach Norden zu ziehen. Die wundersame Welt des südlichen Afrikas hatte mich tief beeindruckt. Besonders hatte mich das Verhältnis beeindruckt, in dem hier Menschen miteinander leben. Ich habe meinen Fuß in Städte gesetzt, in denen die Mauern so hoch sind, dass man nicht einmal die Bäume im Garten zu Gesicht bekommt. Und ich bin durch Townships und Slums gewandert in denen die Menschen nicht einmal Platz für eine Blume vor ihrem Haus haben, geschweige denn für einen Garten. Ich habe weiße Menschen in großen, schimmernden Autos gesehen und schwarze Menschen, in der sengenden Sonne um ihr tägliches Brot arbeitend. Und ich habe weiße und schwarze Menschen gesehen wie sie einander die Hand reichen, sich ein Lächeln schenken und einander als Menschen anerkennen.

Das Land, welches sich Südafrika nennt ist um einiges größer als mein Heimatland. In ihm sind große Wüsten zu finden und dichte, von Flüssen durchlaufene Wälder und Schluchten. Es leben Tiere in diesem Land, die ich zuvor nur aus Erzählungen kannte und deren Erscheinung mich glücklich gemacht hat. Wale suchen jährlich jene Küsten auf um ihre Kälber zur Welt zu bringen. Elefanten leben in den Wäldern und Grasländern zusammen mit Zebras, Büffeln Großkatzen und so vielen anderen wilden Tieren, wie ich sie niemals sah. Die Natur erschien mir in einem so wunderbaren Einklang und in einer Harmonie, dass mir umso mehr das Leben der Menschen ins Auge stach, wie sie tagtäglich um ein friedliches Miteinander kämpfen, Frauen um das Leben ihrer Söhne und Töchter besorgt sind und Männer um das Überleben der Familie fürchten. Oft fühlte ich mich in den letzten Wochen ohnmächtig gegenüber diesem Ungleichgewicht in diesem Land, fühlte mich selbst als „Umlungu“, als ich in ein Haus in einem Township trat und meine Seele hatte oft das Bedürfnis sich vor Gott auf die Erde zu werfen und um Vergebung zu bitten.

Warum dieses Gefühl? Die Menschen aus den ärmsten Verhältnissen kamen mir mit so viel Liebe und Freundlichkeit entgegen, zeigten mir ihr Haus, ihre Familie, erzählten, wie der Wind und der Regen im Winter in ihr Haus kommen und waren doch voller Stolz auf jede Pflanze, die vor dem Haus wächst. Sticht auch das Leid und die Kriminalität tagtäglich ins Auge, sehe ich doch auch Menschen auf der Straße, wie sie zusammenstehen und sich an den Händen haltend zu Gott beten. Das lauteste Lachen und die strahlenden Augen habe ich in diesen kleinen Welten gehört und gesehen.

Nun lasse ich dieses Land hinter mir und werde auf meinen Heimatkontinent Europa zurückkehren. Ein letztes Abenteuer dieser Weltreise wird mich dort erwarten, im Kaukasus am Fuße des Kasbek und den Ländereien der großen Stadt Tiblisi. Wiedermal werde ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge das Flugzeug betreten und dankbar zurückblicken auf eine lehrreiche Zeit am Kap der guten Hoffnung. Dankbar für jede Begegnung, dankbar für die Arbeit, die ich in der Schule verrichten durfte, dankbar für die endlosen Wanderungen, Strandspaziergänge und Fahrten an der Küste entlang. Dankbar für die Gastfreundschaft meiner Freunde in Nordhoek und Plumstead und dankbar Gott, dass ich gesund und frohen Mutes nach Georgien aufbrechen darf.

Die Krönung

46.Elefantööööööön!(Anf.Mai12)

Oh wie wunderschön ist dieses Leben! Es hat mich mal wieder glücklich gemacht. Und nun bin ich der zufriedenste Mensch auf Erden und meine Reise kann sich getrost den letzten Kapiteln zuwenden. Ich ruhe in mir und lebe in Frieden mit meinen Erwartungen an diesen Trip und mit den Wundern, die er mir bis zum heutigen Tag beschert hat.

Noch vor fünf Tagen hatte ich keinen blassen Schimmer was mich noch erwarten würde. Ich hatte fest damit gerechnet in ein paar Tagen nach Georgien aufzubrechen und dort meine Reise ganz gemütlich ausklingen zu lassen. Irgendwie war ich auch ein wenig unzufrieden damit, denn so wirklich rumgekommen bin ich ja nicht in Südafrika. Hatte ich doch die letzten Wochen in Kapstadt verbracht und ganz andere Erfahrungen gesammelt, als wie bisher auf dieser Reise.

Nun gut, Raymond der Mann, bei dem ich hauste und wo auch mein deutscher Freiwilliger wohnte, musste geschäftlich nach Port Elizabeth fahren, was ungefähr 800 Kilometer östlich von Kapstadt an der Küste des atlantischen Ozeans liegt. Man nennt diesen Küstenstreifen auch die „Gardenroute“, wahrscheinlich weil er so wunderschön grün ist und sich die Landschaft immer wieder selbst in ihrer Schönheit übertrifft. Ein kleiner Blick auf die Landkarte und ein paar Worte meiner Gasteltern genügten da schon, um mich zu überzeugen. Ich entschied mich innerhalb eines Abendessen dazu, ihn zu begleiten und mich doch noch einmal in ein südafrikanisches Abenteuer zu stürzen! Das einzige Problem war da noch der Flug, denn ich sollte eigentlich schon in wenigen Tagen den afrikanischen Boden verlassen, auf dem Weg nach Norden, zurück nach Europa, zumindest in die weitentferntesten Winkel meines Heimatkontinentes – nach Georgien, was manche Menschen auch schon als asiatisch bezeichnen. Doch ich würde eher sagen, es ist wie der Balkon Europas, der sich weit hinaus hebt über die Ländereien Asiens.

Doch soweit sollte es noch nicht sein. Eine kurze Email an meine nette Reisemanagerin nach Osnabrück genügte, um mein afrikanisches Glück noch einmal um ein paar Wochen zu verlängern. Der einzige Haken an der Sache war, dass damit mein finanzielles Budget doch um ein Weiteres ausgereizt wurde. Doch es sollte sich lohnen und im Notfall würde ich eben mit einem überzogenen Kreditkartenkonto zuhause anreisen und erstmal sammeln gehen oder ein mitreißendes Buch schreiben, was mir diese späten Reisekosten decken würde. Doch soweit war es wie gesagt noch lange nicht. Jetzt war erst mal wieder „on the road“ angesagt und min Jung machte sich noch einmal auf nach Osten, in die Wälder und Grasländer Südafrikas, zu den wilden Tieren und in ein weiteres Abenteuer.

In zwei Tagen fuhren wir die Küste und die „Gardenroute“ entlang nach Port Elizabeth. Die Strecke ist der reine Wahnsinn. Wunderschön schmiegen sich Hügel, Wälder und Wiesen an eine strandweiße oder raue und zerklüftete Küste, endlose Dörfer und Farmen liegen am Highway entlang verstreut. Menschen versuchen am Highway zu trampen, warten auf einen Job oder gehen zur Arbeit. Hin und wieder fahren wir an einem Township vorbei, wo unzählige Menschen auf engstem Raum und in ärmsten Verhältnissen um das tägliche Überleben kämpfen. Ziegen, Schweine, Esel und Kühe laufen immer wieder über die Autobahn. Als es schon dunkel ist, fahren wir einmal fast mit voller Geschwindigkeit frontal auf einen Heuballen drauf, welcher einfach mitten auf der Straße herumliegt.

Eine Nacht können wir in einem reichen Dorf mit Ferienhäusern im Haus eines Freundes übernachten und ich gehe im Meer baden und darf mich noch einmal in der spätsommerlichen Sonne bräunen. Ganz im Gegensatz zu Kapstadt ist es hier tagsüber immer noch sehr heiß und bestes Badewetter. Der Sommer hat mich wieder und meine fast erfrorenen Glieder erstarken in neuem Leben. Wurde auch langsam Zeit, das herbstlich, fast winterliche Wetter am Kap der guten Hoffnung hing mir doch schon ein wenig zum Hals heraus.

Nach zwei Tagen im Auto kamen wir dann endlich in PE an und konnten direkt auch wieder bei Freunden unterkommen. Ich hatte sogar ein eigenes Zimmer in einem kleinen netten Cottage und die Leute hier waren zudem auch noch wunderbare Köche. Port Elizabeths Strand ist endlos lang und lohnt sich fantastisch für einen Tagesspaziergang. Ich begab mich auf jenen und hatte einen wunderbaren Tag am Meer. Nebenbei konnte ich Surfern bei ihren Wellenritten zuschauen, mich an sehr fremdartigen Muscheln erfreuen und in den brausigen Fluten ein erfrischendes Bad nehmen.

Auf dem Rückweg am Strand, als sich die Sonne schon langsam dem Horizont näherte, durfte ich einem Naturschauspiel ohne gleichen zuschauen, was schon fast einer Erscheinung gleichkam. Am Himmel war auf einmal, nicht weit von der Sonne und auf ziemlich gleicher Höhe ein Punkt Regenbogen aufgetaucht. Es sah aus, als wenn dieses farbenfrohe Licht direkt durch die Wolken scheinen würde. Es war einfach phänomenal, unglaublich und ich konnte meinen Augen nicht trauen. Die Menschen am Strand, die es sahen, warfen voller Stauen die Arme in die Luft. Die Wolke um den Punkt Regenbogen sah aus wie ein riesiger, weißer Vogel, der in die Sonne fliegen würde. Um die Sonne hatte sich eine riesengroße Kuppel gebildet und auf einmal entstand genau auf der gegenüberliegenden Seite der Sonne noch ein Regenbogenpunkt! Dann verließ der Vogel so langsam das Farbenwunder und eine weitere Wolke erschien in Form eines Menschenkopfes. Die Farben des Regenbogens leuchteten hell und die Wolken drumherum weiß. Irgendwann verschwand das Schauspiel wieder und ließ ein paar verwunderte, begeisterte und erstaunte Menschenherzen an einem einsamen Strand zurück.

Dieser wurde nun immer schmaler, denn die Tide meinte es ein wenig zu schnell mit uns. Irgendwann mussten wir mehr an den Klippen und Felsen entlang klettern als entspannt über den Strand zu laufen, doch auch dass hatten wir bald geschafft.

Zuhause angekommen wartete schon ein deftiges Abendessen auf mich. Zur Vorspeise verputzte ich zwei dicke Burger und später auch noch fast eine ganze Platte Auflauf.

Am nächsten Tag sollte es für mich zum eigentlich Ziel dieses Trips gehen, nämlich in den Addo-Nationalpark mit über fünfhundert Elefanten und zudem Zebras, Büffeln, Löwen und so einigem anderen aufregenden Getier.

Ich freute mich riesig drauf! Und zu meinem Glück wurde ich in PE von einem Shuttle abgeholt, welches mich direkt zu einem Backpacker am Park brachte.

Mein Tag im Nationalpark war die Krönung meiner Reise. Ich Glückspilz wurde von einem älteren Pärchen mitgenommen. Ich musste sie wohl an ihren Enkel erinnert haben, denn sie nahmen mich ohne weiteres mit, luden mich zum Mittagessen ein, fuhren mich den ganzen Tag im Park herum, zeigten mir sämtliche Tiere und wollten noch nicht einmal Sprittgeld haben. Was für ein Glück! Als wir in den Park hinein fuhren sah ich gleich ein paar Kudus mit sehr langen geschwungen Hörnern. Und eine Wegbiegung weiter kamen wir an einer Herde Zebras vorbei, die vor uns über die Straße lief. Nach weiteren wenigen Augenblicken tauchten plötzlich hinter einer Kurve vier große Elefantenkühe mit einem sehr sehr kleinen Elefantenbaby in ihrer Mitte auf. Sie liefen ganz gemächlich wenige Zentimeter am Auto vorbei, in welchem ich bei offenem Fenster saß und mir vor Begeisterung fast das Herz stehen blieb. Ich kam garnicht erst dazu meine Kamera auszupacken, so fasziniert war ich. In diesem Augenblick ging ein Traum in Erfüllung! Wie diese gigantischen Tiere, um einiges größer als jeder Zoo- oder Zirkuselefant, an diesem kleinen VW-Polo vorüber liefen, wie auf Samtpfoten und erhaben und mit ihrem mächtigen, schwankenden Gesäß im nächsten Busch verschwanden wird mir wohl noch mein ganzes Leben in Erinnerung bleiben.

Es sollte an diesem Tag so weiter gehen. Immer wieder überholten wir auf unserer Fahrt Elefanten, die allein oder mit ihrer ganzen Sippe die Straße entlang liefen, auf dem Weg zum nächsten Wasserloch oder saftig grünen Wiese. Als wir dann endlich an so einem Wasserloch ankamen traute ich meinen Augen nicht. Ich fing an zu zählen und kam mindestens auf sechzig! 60 Elefanten auf einem Haufen. Kleine Babys, die immer wieder fast in das tiefe Wasserloch fielen und von ihren Familienangehörigen heraus gefischt werden mussten; pubertäre Jungbullen, die sich unaufhörlich kleine Kämpfe lieferten; junge trächtige und nervöse Kühe, die dem Tag der Entbindung entgegen sahen; alte Leitkühe, welche die ganze Herde im Blick hatten und ihre Weisheit nur so ausstrahlten; und natürlich mächtige, alle anderen Tiere überragende Elefantenbullen mit langen, weißen Stoßzähnen und riesigen Ohren, welche ständig auf der Hut waren, dass andere Bullen ihnen nicht ihren Harem streitig machten. Was für ein Bild. Ich hätte hier Stunden, ja Tage verbringen können, und die unglaublichen Tiere beobachten, ihre Art miteinander zu kommunizieren und zu interagieren. Doch nach einer langen und ausgiebigen Beobachtung machten wir uns weiter auf den Weg, um noch weitere Tiere beobachten zu können. Schließlich hatte dieser Nationalpark noch einiges zu bieten. Warzenschweine, die sich mit gesamter family ein Schlammbad gönnten, Antilopen, Füchse, Schakale, Schlangen, Vögel, Rhinozerosse und nicht zuletzt den König der Tiere – den Löwen!

Ich sollte noch so einige Tiere an diesem Tag zu Gesicht bekommen und als mich das nette Pärchen aus Port Elizabeth am späten Nachmittag wieder am Ausgang des Parks absetzte war ich, wie oben schon angedeutet, der glücklichste Mensch. Diese Erde hat so fantastische Ecken und Länder. Das ist mir an diesem Tag wieder einmal klar geworden und jeder Mensch, der sein Leben lang an einem Ort herumhängt und mir einen erzählen will von „Was willst du da denn?!“ und „Hier ist es doch auch schön!“ hat die Wunder dieser Erde nicht erkannt und weiß nicht, was es heißt inmitten einer Elefantenherde zu stehen, die trockene Luft einer Wüste einzuatmen, in den Krater eines Vulkans zu blicken, von einer kleinen Insel auf den Ozean zu schauen, durch ein bitterarmes Township zu laufen oder am Kap der guten Hoffnung zu stehen, nach Süden zu schauen und zu wissen, jetzt trennt mich nur noch Wasser von der Antarktis. Ich könnte noch so einiges aufzählen, was ich in den letzten Monaten erleben durfte und ich wünsche jedem Menschen den Mut, einmal in die Welt zu ziehen! Was sind schon ein paar Monate oder ein Jahr im Vergleich zu einem ganzen Leben. Diese Erde hat so einiges mehr zu bieten, als die eigenen vier Wände, die eigene Stadt, das eigene Land, den eigenen Kontinent, den eigenen Kulturkreis und keine Fotos, keine Erzählungen, kein Bildschirm können einem diese Erfahrungen geben, wie sie es die eigenen Sinne auf einer Reise tun.

So, jetzt hab ich mich doch tatsächlich in meiner Begeisterung zu einem Appell zum Reisen hinreißen lassen. Ich hoffe, das gelangt nicht in den falschen Hals. Es soll in diesem Zusammenhang einfach nur meine Freude und Dankbarkeit äußern, die ich für diese Weltreise empfinde und zeigen, was für ein intensives Erlebnis sie für mich ist. Grade meine zwei Tage im Addo-Nationalpark bei den afrikanischen Elefanten haben noch mal einen ganz neuen Ausstoß und einen ganzen Fluss an Glückshormonen freigesetzt. Danke!

Kap der guten Hoffnung

Kap der guten Hoffnung

Kap der guten Hoffnung. Schnell entschied ich mich, die Mauern und Menschen Johannesburgs hinter mir zu lassen und nach Süden aufzubrechen. Wieder eine achtzehn-stündige Busfahrt. Diesmal durch die südafrikanische Nacht. Vorbei an Feldern, Wäldern und Ländereien, die ich niemals sah und so auch nicht vermissen würde. An Tieren, die ich noch niemals sah und vielleicht an einem anderen Tag aufsuchen würde. Doch eine weitere Nacht hinter den schützenden Wänden eines modernen Gefährts würde ich alles an mir vorüber ziehen lassen, wie einen Traum, den ich mit dem ersten Hahnenschrei schon wieder vergessen haben mochte, versunken in die unbewussten Tiefen meiner Erinnerung. Tausend Meilen gen Süden. Von der Hochebene der Goldminen an die stürmische Küste des Kaps der guten Hoffnung, auf zum Tafelberg, an dessen Fuße die verschlafene, kleine Hafenstadt Kapstadt liegt, eine Weltstadt zwischen den Ozeanen an der Falls Bay, wo sich Indischer und Atlantischer Ozean die Hand reichen und in brausendem Toben unerbittlich um das Kap der guten Hoffnung ringen.

An einem warmen Spätsommermorgen stieg ich am Busbahnhof Kapstadts aus dem Reisebus, in der Erwartung, von einem altbekannten Gesicht empfangen zu werden. Doch, da war kein altbekanntes Gesicht. Nicht mal ein bekanntes. Weder vor, noch auf dem Bahnhofsgebäude. Also frühstückte ich zuerst einmal – es gab Chips. Die hatte ich mir mitten in der Nacht an einer Raststätte gegönnt. Und ein Käsebrot. Doch darauf hatte ich eigentlich noch gar keinen Appetit. Komischerweise hatte ich richtig Bock auf Chips. Tja, das war wohl der Jetlag, der immer noch an meinem Verstand, sowie Biorhythmus zerrte und zehrte.

Da tauchte endlich, wie aus heiterem Himmel, Leon auf. Er hatte mit dem altbekannten Gesicht zu tun, welches ich hier in voller Erwartung anzutreffen erhofft hatte. Ein alter Schulfreund, Familienfreund, Sandkastengefährte; hervorgeholt aus einer anderen Zeit, hergebracht an ein fremdes Gestade, lange nicht gesehen und doch wiedererkannt. Stürmisch betrat er den Bahnhof und rauschte blind geradeaus starrend an mir vorbei. Ab in die nächste Hygieneabteilung… Da hatte wohl jemand sein Morgengeschäft noch nicht abgehalten! So dachte ich jedenfalls bei mir.

Nach einem fröhlichen Wiedersehen durfte ich auch schon das hektische Stadtleben, nur im vorbei sausen wahrgenommen, hinter mir lassen. Es ging aufs Land, genauer gesagt nach Nordhoek, einem kleinen Kaff, südlich von Cape Town, in dem Leon zur Zeit eine Wohnung hütete. Hier sollte ich weitere altbekannte Gesichter wieder treffen. Man, war das eine Freude, auch noch Edeltraud und Hubert hier anzutreffen (seine Eltern und sozusagen auch altbekannte Sandkastenfreunde). An einem weiteren Ende der Welt, nach sieben Monaten des wilden herum-Reisens traf ich nun tatsächlich hier in Kapstadt, 10 000 Meilen von Zuhause entfernt, die Hellermänner (so wurden sie genannt) – jedenfalls einen Großteil dieser freundlichen Sippe.

Wie zu erwarten, war schon ein üppiges Frühstück aufgetragen. Ich glaube, man könnte die Hellermänner auf den Nordpol verbannen und es würde immer noch ein reichhaltiges Frühstück mit gekochten Eiern, Kaffee und natürlich O-Saft geben. Ich fühlte mich innerhalb weniger Augenblicke, als würde ich mich in der Knuwische, dem Hauptsitz der Hellermänner, befinden.

Da Leon freiwillig hier runter gekommen war und sich die Kapstimmung schon seit einigen Monaten gegeben hatte, gab er einen ganz guten Reiseführer ab.

Noch vor ein paar Wochen hatte ich mir ausgemalt, wie ich nach Südafrika kommen würde, dass Land zu bereisen und auch dem ein oder anderen Nachbarland einen Besuch abzustatten. Nun war ich hier in Kapstadt gelandet und ich wollte gar nicht mehr weiter. Ich fühlte mich bei meinen Freunden so wunderbar zuhause, dass meine Reiselust in wenigen Tagen fast vollends verschwand. Ich entschied mich letztendlich gegen meinen roadtrip und fing stattdessen in der hiesigen Waldorfschule an zu arbeiten. Wer hätte das gedacht. Es war eine wirkliche kleine Schule und ich konnte auch dann und wann mal in den Kindergarten direkt im Township (Slum) gehen, dort ein wenig mit arbeiten und eine Eindruck von dem Leben im Township gewinnen.

Es war wie ein Zur-Ruhe-kommen nach einer langen unruhigen Reise. Und das war es ja auch. Ich genoss es wirklich sehr und bin Leon und einer weiteren Freiwilligen, Grazia wirklich sehr dankbar für ihre Gastfreundschaft. Ich lebte in einem alten Kotten mit Reetdach, in dem ein älteres Pärchen wohnte, die mich so herzlich und selbstverständlich bei sich aufnahmen, mir ein Bett und einen ganzen Raum mit Teppich, Schaukelstuhl und jeder Menge Flöhe zur Verfügung stellten. Und wie selbstverständlich tauchte ich in Leons Alltag mit ein, wurde Freund seiner Freunde, Mitbewohner, Arbeitskollege und Party-Bruder. Oh Party-Bruder, da muss ich kurz noch eine kleine Geschichte einfügen.

Als wir eines Abends in Kapstadt auf die Piste gingen und Leon mir mal die Bars, Clubs und Läden dieser Stadt bei Nacht zeigen wollte, passierte mir doch eine nicht ganz ungefährliche Lappalie, welche auch ins Auge hätte gehen können, doch zu meinem Glück nur für einiges Gelächter und allgemeiner Erheiterung führte. Ich hatte gerade mein erstes oder auch zweites Bierchen in der Hand, es muss wohl so gegen 22:00 Uhr Ortszeit gewesen sein und ich bewegte mich ein wenig auf der Tanzfläche eines hiesigen Clubs an der Hauptstraße Kapstadts. Ich erinnere mich jetzt im Nachhinein, dass mir jemand mein Bier aus der Hand genommen hatte um einen Schluck zu nehmen und mir es sogleich wieder gab. Ich trank einfach weiter, doch nach wenigen Minuten wurde mir wirklich richtig übel und schummerig, ich schaffte es noch gerade bis zur Toilette, wo ich mich einschloss und mir erst mal die Seele aus dem Leib kotzte. Ich sackte wohl in mir zusammen und saß so zwei bis drei Stunden einfach da, kotzte hin und wieder und genoss die Ruhe auf diesem Örtchen. Ich war die ganze Zeit relativ gut bei Bewusstsein, doch war einfach zu erschöpft um mich irgendwie zu bewegen. Irgendwann nach, wie gesagt, einigen Stunden auf diesem Abort klingelte mein Handy. Es war Leon, der mich schon seit geraumer Zeit suchte. Ich stand auf, was erstaunlich gut funktionierte und fand ihn vor dem Eingang dieses Schuppens. Ich erzählte ihm von meinen letzten drei Stunden, was ihn natürlich erst mal erheiterte und fühlte mich eigentlich wieder ganz fit. Auf dem Weg in die nächste Bar wurde mir dann jedoch schon wieder schlecht und so schleppte ich mich durch die Straßen zurück zum Backpacker, in dem wir für diese Nacht eingecheckt hatten. Ich schaffte es tatsächlich bis dorthin, verwechselte nur leider die Dusche mit dem Pissoir und legte mich kurz danach auch noch ins falsche Bett. Irgendwann mitten in der Nacht wurde ich barsch von dem Eigentümer jenes Bettes in mein eigenes verwiesen, in welchem ich dann mehr schlecht als recht bis in den nächsten Tag hinein schlief. Dieser folgende Tag war jedoch das wirklich unangenehme. Ich fühlte mich den ganzen Tag besoffen und verkatert gleichzeitig, hing die ganze Zeit völlig in den Seilen und war nicht wirklich fähig mich großartig zu bewegen. Ich war absolut k.o. Was war nun passiert? Wir rätselten nicht lange, denn jemand musste mir wohl an dem Abend sogenannte „K.o.- Tropfen“ in mein Bier geschmuggelt haben um was weiß ich mit mir anzustellen. Doch, Gott sei dank, hatte es in jener Nacht bis zum Klo gereicht. Diese Geschichte sollte mir eine Lehre sein und seit diesem Erlebnis schau ich lieber zwei mal hin, wem ich einen Schluck von meinem Drink anbiete und von wem ich einen entgegen nehme.

So vergingen die Wochen am Kap der guten Hoffnung wie im Flug. Der BvB wurde Meister, was ich mit meinem, mir zum Geburtstag eingeflogenen Trikot ausgiebig feierte, ich ging wandern, sah mir Kapsadt und seine Townships an, genoss die kleinen netten Fischerdörfer und seine Badestrände, sah den Sommer dahingehen und den Winter kommen und lebte mich so langsam an diesem wunderschön Ort ein. Für eine gewisse Zeit war jeder Drang zum täglichen Weiterreisen in mir erloschen und die Lust zur Arbeit und zum Eintauchen in dieses Leben entstanden. Ich ließ es zu und genoss es in vollen Zügen.

Stadt der Mauern und des Lachens

Um 16:35 Uhr Ortszeit habe ich am Sonntag, den 25. März 2012 afrikanischen Boden betreten. Jedenfalls den des internationalen Flughafens zu Johannesburg, auch Joburg oder Jozi genannt. Einer Stadt, von der ich bis zu diesem Tag keinen blassen Schimmer hatte. Eine Metropole mit fast 10 000 000 Einwohnern. Eine Stadt, in der wie sonst fast nirgendwo auf der Welt Arm und Reich himmelweit auseinander klaffen und eine Stadt, in der die Kriminalität fast so hoch ist wie in Mexiko City. Von alledem hatte ich jedoch keine Ahnung, als ich aus dem Flugzeug stieg und mir die warme, abendliche afrikanische Luft um die Nase wehte.
Keinem Land bin ich bisher so gespannt und mit so gemischten Gefühlen entgegen getreten, wie diesem. Und noch nie habe ich mir vorher auf dieser Reise so sehr einen Reisepartner an meiner Seite gewünscht. Nun hieß es wirklich allen Mut zusammennehmen, Zähne zusammenbeißen und dann würde es sich zeigen, ob ich einen Arsch in der Hose habe oder nicht. Offensichtlich hatte ich den, jedenfalls schmerzte er schon recht arg nach dem 14-stündigen Flug über den indischen Ozean. Doch würde ich mich trauen, in diesem Land so herum zu reisen, wie ich es bis heute in den Ländern getan habe, durch die mich dieser Trip geführt hat? Mal sehen, Johannesburg war jedenfalls schon mal ein guter Anfang zum üben. Ich nahm den Zug in die Stadt und ließ mich dann von einem Taxi bis vor die Haustür eines Freundes fahren, bei dem ich die nächsten Tage unterkommen konnte. Das war wunderbar und machte einiges einfacher. Es ist doch immer wieder großartig, Menschen auf der ganzen Welt zu kennen!
Noch am Bahnhof kam ich in den Genuss meines ersten afrikanischen Sonnenuntergangs. Das Himmelsgestirn senkte sich sehr rasch über dem Horizont der Stadt und in ihren Dunst und Staub, bis sie innerhalb weniger Augenblicke verschwand und eine rasche Dunkelheit nach sich zog. Sofort wurde es frisch und eine Wind kam auf, sodass ich mir direkt einen Pullover überziehen musste.
Aus dem Flugzeug hatte ich schon einen großartigen Blick auf dieses Land genießen können. Der Himmel war sehr klar gewesen und es hatten nur wenige Wolken den Blick auf die Erde verwehrt. Stundenlang waren wir über Wasser geflogen. So weit das Auge reicht  Meer. Gerade auf dieser Reise habe ich gemerkt, warum unsere Erde der blaue Planet genannt wird. Meine Reise ist wie ein von-Insel-zu-Insel-Fliegen, umgeben von unendlich großen Meeren.
Doch dann war irgendwann Land am Horizont aufgetaucht. Afrika. Eine scharfe, sich aus den Fluten des Meeres erhebende Landmasse, die grade so aus dem Wasser zu ragen scheint. Wäre das Meer nur seine Größe um ein unbedeutendes höher, so gäbe es dieses Land nicht. So schien es mir aus dem Flugzeug. Da das Flugzeug sich schon so langsam senkte, sah ich Berge, Flüsse, Täler, Dörfer, Feld und Seen. Grün. Nach langem Blau war nun Grün überall, hie und da kam die rote Erde Südafrika zum Vorschein. Amüsanterweise war das erste Tier, was ich auf diesem Kontinet erblickte, ein fettes Schwein! Die Wolken schwebten immer noch unter uns dahin und eine warf durch die sich schon langsam senkende Sonne einen Schatten auf das Land, dass verblüffend einem Schwein glich, was über eine weite, grüne Ebene lief.
Dann war ich endlich nach vierzehn-stündigem Flug in der Wohnung angekommen. Es war inzwischen sechs Uhr am Abend, doch ich hatte das Gefühl, es wäre schon vier Uhr morgens. Kein Wunder, denn das war ja auch die Zeit, die inzwischen in Sydney herrschte und ich war noch völlig auf diese australische Zeit eingestellt. Doch an Schlaf war noch nicht zu denken. Ich musste erst mal in das Leben in dieser riesengroßen, teilweise gefährlichen Stadt eingeführt werden. In welche Stadtteile ich nicht gehen sollte und dass ich nach Einbruch der Dunkelheit überhaupt nicht mehr auf die Straße gehen solle. Raubüberfälle waren hier an der Tages- und mehr noch an der Nachtordnung. Das machte mir natürlich nicht gerade Mut, doch am nächsten Morgen wollte ich auf jeden Fall erst mit zu Campus der Universität kommen.
Als ich schließlich zu Bett ging, schlief ich wie ein Stein, allerdings nur bis um vier Uhr am Morgen. Ich war völlig aus dem Rhythmus, mein Magen war schon voll am arbeiten, ich hatte Hunger, Kopfschmerzen, einen heftigen Jetlag halt.
Doch das sollte schon irgendwann vorbei gehen. Die nächsten zwei Tage schaute ich mir den Campus an und machte einen langen sechsstündigen Spaziergang in ein ruhiges, sicheres Stadtviertel und wieder zurück. Und so bekam ich auch schon einen sehr guten Eindruck von dieser Stadt. Auf meinem Spaziergang begegneten mir schon krasse Kontraste. Ich beobachte sehr arme Menschen, die einen alten Karren mit Müll über die Straße schoben und gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite eine protzende Villa mit meterhohen Mauern, Elektrozaun und Security. Und dieses Bild zog sich durch die ganze Stadt, wo auch immer ich mich aufhielt. Überall waren Mauern. Aus Stein, aus Beton, aus Holz, Draht, Metall und an jeder Ecke saß ein Security-Mensch und bewachte irgendein Grundstück.
Doch das sollte meinen langen Spaziergang nicht trüben. Ich beobachtet die Menschen, welche mir begegneten, sah mir all die fremden Pflanzen und Bäume an und saugte alle Eindrücke auf wie ein trockener, durstiger Schwamm.
Auf meinem Weg durch eine kleine Seitengasse sah ich plötzlich ein paar Menschen vor einem Haus sitzen, welche mit zwei Schlangen hantierten. Sie ließen sie über ihre Arme und an ihrem Körper hoch und runter gleiten, was mich faszinierte. Ich blieb stehen und sprach sie an. Sie waren sehr freundlich und wir unterhielten uns eine Weile. Ich erzählte ihnen ein wenig von meiner Geschichte und sie mir von ihrem Leben hier in dieser großen Stadt. Und sofort luden sie mich in ihr Haus ein, wenn ich die Tage nochmal durch diese Straße kommen sollte. Sehr viel ruhiger und vertrauensvoller ging ich weiter meines Weges durch die Straßen Johannesburgs.
Der Campus der Wits University of Johannesburg ist riesengroß, fast eine eigene Stadt, wie so mancher Stadtteil. In dem riesengroßen Township Soweto, was auch zu Joburg gehört, leben allein schon vier Millionen Menschen auf engstem Raum zusammen – unvorstellbar!
Jedenfalls hat mich der Campus sehr beeindruckt. Ich habe selten so viele Nationalitäten, Menschen aus so verschiedenen Kulturkreisen auf einem Haufen gesehen. Hier sind mir wirklich Menschen von überall auf der Welt begegnet.
Als ich etwas über die Geschichte Johannesburgs gelesen habe, hat mich fast der Schlag getroffen. Diese Stadt ist mal grade 100 Jahre alt. Noch bis vor hundertzwanzig Jahren war Johannesburg ein weites Stück verschlafenes Feld auf roter Erde mit ein paar Goldgräbern, die in wenigen Camps lebten. Als dann 1886 Gold gefunden wurde, ging alles relativ schnell. Innerhalb zehn Jahre explodierte die das Feld zu einer Stadt mit 100 000 Einwohnern. Heute ist Johannesburg die ökonomische Triebfeder Afrika; die sich ständig weiter ausbreitende, hektische Heimat von fast 10 Millionen Menschen!
Mich haben in diesen ersten paar Tagen schon einige Erlebnisse sehr beeindruckt. Besonders die unendlich vielen hohen Mauern und die vielen Sicherheitsbeamte an jeder Ecke. Aber auch die Freundlichkeit der Menschen. Überall habe ich lachende Menschen beobachtet. Entspannte Arbeiter, die im Schatten der vielen Bäume dieser Stadt ihre Mittagspause machen und immer ein herzliches Lachen oder einen freundlichen Gruß auf dem Gesicht haben. Und grün ist diese Stadt. Es gibt mindestens genauso viele Bäume wie Menschen, so stand es in meinem Reiseführer!

Advertisements

27 Kommentare zu “Home

  1. lostpaulus sagt:

    Es wird wohl noch ein paar Wochen dauern bis wirklich Reiseberichte kommen!

  2. Alan sagt:

    absoltutly best blog ever!!!

  3. Magda sagt:

    Toller Text- so reflektiert!

  4. Susan Berber-Credner sagt:

    Hi Paulus, freue mich, dass du diese Reise machst und uns durch diesen Blog daran teilnehmen lässt. Have a great time and take care of yourself 🙂

  5. lostpaulus sagt:

    Hi, danke für Eure Kommentare!
    Würde mich freuen, wenn ihr ein Paar Anregungen und Ideen für diesen Blog habt.
    Was interessiert euch zum Beispiel, was würdet ihr hier gerne im Zusammenhang mit meiner Reise vorfinden?

  6. moin Paulus,
    bin sehr gespannt auf deine Berichte!!

  7. Magda sagt:

    So heute ist es dann losgegangen…warte auf die ersten Berichte von Ankunft…Reise und Abendteuern…
    viel spaß

  8. Lena sagt:

    Hallo Paulus,
    brauchst du noch ne Adresse in NY?Wir könnten dir eine aus der Umgebung von NY besorgen, Ingrid meinte, du brauchst da jemanden um einreisen zu können? Und bis wann bräuchtest du sie?Liebe Grüsse, auch von Christiane und natürlich den Kindern und weiterhin gute Reise !!!

  9. edeltraud sagt:

    Hallo Paulus, Barcelona und Hochzeit mit dir – dein Bericht hat mir ein herzhaftes Lachen ins Gesicht getrieben. Von wegen die Reiseberichte kommen noch – meinetwegen können diese genauso bleiben. Macht Spass und Freude so, und darum geht es doch auch in hohem Maße im Leben, oder.?! Sonst ist alles philosophieren wertlos. Nun zum „schlafen“ mit vielen Menschen:Ich kann mich errinnern `), es „gab“ da mal einen Freund von Jan-Alan, der hat wenn er bei uns schlief wirklich dichte Wälder gesägt…. : Du hast ihn vermutlich nicht gehört…. . Alles Gute dir und weiterhin Spass; Edeltraud

  10. Magda sagt:

    jaja der Paulus!

  11. Alan sagt:

    genau der, ich kann ein Lied davon singe 😀

  12. Melf sagt:

    Liebe deine Berichte ! Hör bloss nicht auf !

    • Georg E. H. Sch. sagt:

      Hallo großer,
      deine Berichte machen einen gierig auf was neues. Ich hoffe du brauchtest deine neue extravagante, regenundurchlässige und vorallem sehr „teure“ Regenjacke noch nicht benutzen und dafür umso mehr deine motierten Flipflops, wie man liest.
      Hast du eigendlich eine Badehose..?
      Liebe Grüße von der Familie, ein freundliches „grüß Gott“.

  13. lostpaulus sagt:

    Hey ihr alle, die ihr diesen Blog lest: Freue mich über jeden Kommentar und wenn er euch gefällt ist es das Schönste! Ich hoffe ihr habt weiterhin Spaß, ich geb mir Mühe!!! Bis bald und liebste Grüße!!!

  14. Anna R. sagt:

    Paulus, du hast einen unheimlich tollen, detailverliebten Schreibstil. Ich bin absolut beeindruckt und habe selten so einen tollen Blog gelesen! Liebe Grüße in die Ferne.

  15. Tom sagt:

    How’s is Kansas, Kansas, dodeeoodeeoodoo?
    Are you going through Colorado?

    • lostpaulus sagt:

      Hey Tom!!!! How are you?
      Kansas was great!!! I spend nearly one week in Fort Leavenworth and now I´m already in Albuquerque!!! And the trip by train through Kansas, Colorado and New Maxico was just awesome!!! This country is so amazing, so different landscapes!!! Kansas is so huge, so wide, there is so much beauty!!! And now I´m in the desert of Albuquerque, spend a lot of time in the bars and have just fun with my lovely couchsurfers. One day I was hiking up to the mountains and rocks in the desert, that was a realy strengh experiance. Tomorrow I will already leave to go to LA and than traveling to SanFanc. I´m so sad, that my time in US is such short! I want to see more of this country!!! But it is as it is…
      How is it goin in Ohio, is it already snowing? Did Sue gets al her plants inside?
      I hope, you´re very well, I miss the time at your house!!!
      Take care, Paulus
      PS: Could you give my email-adress and blog-adress to sarah please? I forgot to give her. Thank you!

  16. Sebastian Meyer sagt:

    Hallo Paulus,
    prima! Bleib „einfach“ weiter so unkompliziert und auf dem Fussboden. Ich wünsche dir weiterhin gute Begegnungen und Selbstsicherheit. Deine Freundlichkeit wird dir dein Schutzschild sein.

    In den Videos könntest du noch öfter Datum und Uhrzeit erwähnen – das würde mir persönlich gut gefallen – es sind ja gewissermassen Dokumente …

    Nochmal vielen Dank, das du mir den Link damals sagtest …

    Viele Grüße
    Sebastian Meyer

    • lostpaulus sagt:

      Danke Sebastian!
      Ich versuche mich weiterhin mit Leichtigkeit die Welt zu bereisen und den Menschen gegenueber zu tereten.
      Ich werde zukuenftig dazu shreiben, von wann die Viedeos sind.
      New York 27. Oktober
      Ohio ca erten Novembertage
      Kansas 7. November
      Albuquerque (New Mexico) ca 13. November
      San Francisco ca 20. November
      Flug nach Fiji am 26.November

      Danke fuer den Hinweis. Ich wuensche dir alles Gute fuer die Adventszeit und ein wunderschoenes Weihnachtsfest!
      Bis bald,
      Paulus

    • Nici sagt:

      Och Paulus, ich will auch. Deine Fotos und Berichte sind genial, aber auch oft ganz schön fies, wenn man selbst in Brachenreuthe festhängt und unter Mitarbeitermangel und Krankheitswellen zu leiden hat…

  17. Ich sagt:

    Moin Paulus,

    ich wünsche dir frohe Weihnachten. Lass dir ein Handtuch schenken!!!

    Und lass uns mal wieder skypen. Ich finde das versprochene Video über die Zeitzonen nicht.

    Lg Julian

  18. Peter Badstübner sagt:

    Hey Paulus!

    [Hier käme eigentlich unser graühischer Festtagsgruß, aber die Seite nimmt ihn leider nicht an…]

    Das Skypen mit Dir auf der Schürhof-Hazienda war echt bewegend und anrührend!
    Hier Rolfs und mein Festtagsgruß – hatte ihn schon mal per Mail an Deine PaulusGoesTheWorld-Adresse geschickt, was aber wohl Schwachsinn war, sende sie Dir noch mal als Kommentar auf Deinem Blog:

    Ganz liebe Weihnachts- und Neujahrsgrüße an Dich, wo immer Du gerade steckst! Wir hoffen, Deine große Reise verläuft reibungslos und bringt allenfalls positiven Streß – und natürlich schönen Input ohne Ende! Und wir hoffen und wünschen, daß Du, wo immer Du auch gerade bist, ein wundervolles, zauberhaftes Weihnachten hast, und daß Du gut ins neue Jahr kommst, das Dir – neben einer gelungenen, voll und ganz bereichernden Weltumseglung – die Erfüllung aller Deiner Wünsche und Träume bringen möge, dazu Power, Gesundheit, Liebe und Inspiration! Mit Bewunderung und auch ein klein bißchen Neid denken wir an Dich!
    Deine Brüder Johannes und Georg und ich sind gerade wieder am Proben für ein kleines Songprogramm, das wir zu Weihnachten in Deiner heimischen Hütte aufführen werden. Wir werden dieses Programm auch ganz speziell Dir widmen.
    Dann mach’s gut, hau rein, feire schön und reise gut!

    Peter & Rolf

  19. D. Hanschke sagt:

    Lieber P., danke für die Karte aus Fidji und weiterhin gute Reise!
    D.H.

  20. Georg sagt:

    Richtig geile Texte, kann man so sagen, beneidenswert.

    Liebe Grüße Fam. Schürmann und Rooby

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s